Therapeutisches Gespräch
Um Erfahrungen genauer wahrzunehmen, Gefühle zu verstehen, Zusammenhänge zu erkennen und eine eigene Position zu entwickeln.
Therapeutische Zusammenarbeit
Psychotherapie verstehe ich als eine gemeinsame Arbeit an dem, was Sie belastet oder innerlich beschäftigt. Ich höre genau hin, frage nach, ordne mit Ihnen Zusammenhänge und spreche auch Schwieriges an, wenn es für den therapeutischen Prozess hilfreich ist.
Sie entscheiden, was Sie einbringen möchten. Ich übernehme Verantwortung für einen fachlich klaren Rahmen, für Struktur und dafür, dass Belastendes weder vorschnell übergangen noch unnötig forciert wird.
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Zu Beginn steht häufig das, was Sie momentan am stärksten beschäftigt. Das kann ein konkreter Konflikt, ein Symptom, eine Entscheidung oder zunächst nur ein schwer einzuordnendes Gefühl sein.
Ich höre nicht nur zu, sondern frage nach, fasse zusammen und biete fachliche Einordnungen an. Dabei achte ich auf wiederkehrende Muster, innere Widersprüche, Gefühle, die wenig Raum erhalten, oder Anforderungen, denen Sie sich verpflichtet fühlen.
Meine Überlegungen bleiben überprüfbar. Sie können zustimmen, widersprechen oder etwas anders erleben.
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Wertschätzung bedeutet für mich, Ihr Erleben und Ihren bisherigen Umgang mit schwierigen Situationen ernst zu nehmen. Sie bedeutet nicht, dass ich ausschließlich bestätige oder mich mit Rückmeldungen zurückhalte.
Wenn ich einen Widerspruch, ein wiederkehrendes Muster oder eine mögliche Selbstüberforderung wahrnehme, spreche ich das behutsam und deutlich an. Sie prüfen selbst, ob meine Wahrnehmung für Sie nachvollziehbar und hilfreich ist.
Eine tragfähige therapeutische Beziehung sollte auch Raum für Unterschiede, Irritationen und schwierige Rückmeldungen bieten.
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Zu Beginn besprechen wir, was Sie verändern oder besser verstehen möchten und woran Sie eine hilfreiche Entwicklung erkennen würden. Im Verlauf schauen wir gemeinsam auf konkrete Situationen aus Ihrem Alltag: Was gelingt Ihnen anders, was belastet Sie weiterhin?
Hilfreiche Veränderungen zeigen sich nicht nur daran, dass einzelne Symptome nachlassen. Auch mehr Orientierung, ein anderer Umgang mit belastenden Gefühlen, klarere Entscheidungen, weniger Vermeidung oder mehr Handlungsspielraum im Alltag können Zeichen sein. Welche davon für Sie bedeutsam sind, hängt von Ihrem Anliegen ab.
Wenn Sie wenig Veränderung bemerken, nehme ich das ernst. Wir betrachten, was bisher hilfreich war und wo wir nicht weiterkommen. Daraus kann sich ergeben, den Schwerpunkt, das Tempo, die Sitzungsfrequenz oder das Vorgehen zu verändern. Wenn ein anderes Verfahren oder Setting oder eine zusätzliche medizinische beziehungsweise psychiatrische Behandlung geeigneter erscheint, spreche ich das offen mit Ihnen an.
Sie müssen nicht über etwas sprechen, bevor dafür ausreichend Sicherheit vorhanden ist. Gleichzeitig betrachten wir gemeinsam, ob ein Thema momentan tatsächlich Abstand braucht oder ob Vermeidung die Belastung langfristig verstärkt.
Wenn eine Vertiefung aktuell zu viel wäre, arbeiten wir zunächst an Orientierung, Entlastung oder Stabilität. Die Verantwortung für dieses Abwägen tragen wir gemeinsam.
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Methoden folgen dem Anliegen – nicht umgekehrt. Entscheidend ist, wozu ein Vorgehen in Ihrer konkreten Situation beitragen kann.
Um Erfahrungen genauer wahrzunehmen, Gefühle zu verstehen, Zusammenhänge zu erkennen und eine eigene Position zu entwickeln.
Um den Zugang zu Körperempfindungen, Gefühlen, inneren Bildern oder persönlichen Ressourcen zu vertiefen.
Bei Entscheidungen, widersprüchlichen Bedürfnissen, Ambivalenz oder festgefahrenem Grübeln.
Manchmal vereinbaren wir eine Beobachtung, ein Gespräch oder eine kleine Veränderung, die anschließend gemeinsam ausgewertet wird.
Die Existenzanalyse bildet die methodische Grundlage meiner Arbeit. Dort finden Sie eine ausführliche Erklärung der vier Grundthemen und des therapeutischen Prozesses.
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Sie können jederzeit ansprechen, wenn Ihnen eine Frage unverständlich ist, eine Rückmeldung für Sie nicht passt oder Sie den Eindruck haben, dass wir an Ihrem Anliegen vorbeiarbeiten. Solche Rückmeldungen sind kein Störfaktor, sondern ein wichtiger Teil der Zusammenarbeit.
Ich möchte verstehen, wie Sie die betreffende Situation erlebt haben. Vielleicht muss ich eine Überlegung verständlicher erklären, vielleicht habe ich etwas übersehen oder anders verstanden als Sie. Ihre Rückmeldung hilft mir, darauf einzugehen.
Erster persönlicher Eindruck
Auch eine ausführliche Beschreibung kann nicht vollständig vermitteln, wie sich ein therapeutisches Gespräch anfühlt. Im Erstgespräch können Sie einen persönlichen Eindruck gewinnen. Dabei können wir klären, ob mein Zugang und die Form der Zusammenarbeit zu Ihrem Anliegen passen.