Fokus: Selbstkritik, Perfektionismus & Grenzen
Selbstwert stärken und Grenzen setzen
Vielleicht kennen Sie das: Sie geben sich Mühe – und trotzdem bleibt innerlich der Zweifel. Selbstkritik, Anpassung oder Perfektionismus können Beziehungen und Alltag bestimmen. In meiner Praxis in Salzburg begleite ich Menschen – als Psychotherapeutin (Existenzanalyse) und Klinische Psychologin – die mehr innere Sicherheit entwickeln und Grenzen setzen wollen, ohne hart zu werden. Im Gespräch klären wir, woher die Unsicherheit kommt – und wie Sie Selbstführung und Grenzen im Alltag konkret stärken können. Die folgenden Punkte sind typische Hinweise – weiter unten finden Sie eine genauere Einordnung.
- Erschöpfende Selbstkritik: „nicht gut genug“, Vergleichen – Komplimente kommen nicht an, Kritik trifft Sie sehr
- Grenzen setzen fällt schwer: „Ja“ sagen, obwohl Sie „Nein“ meinen – schlechtes Gewissen beim Abgrenzen
- Perfektionismus, innerer Druck & Anerkennung über Leistung oder Anpassung
- In Beziehungen unsicher: Rückzug, Konfliktvermeidung oder Angst vor Ablehnung
Kurzprofil
Mag.a Katharina Göbl – Psychotherapeutin (Existenzanalyse) · Klinische Psychologin
Arbeitsschwerpunkte: Selbstwert & Grenzen, Perfektionismus & innere Antreiber, Überanpassung & Abgrenzung, Beziehungen & Konflikte, Sinn- & Lebensfragen
Rainerstraße 9, 5020 Salzburg (nahe Mirabellplatz/Hbf) · 50 Min · 120 € · Online‑Psychotherapie
Eintragung: PT 11114 · KP 5374
Selbstwert stärken: innere Sicherheit statt Selbstoptimierung
Ein stabiler Selbstwert – ein stabiles Selbstwertgefühl – ist keine „Selbstoptimierung“, sondern innere Sicherheit: Sie können Entscheidungen treffen, Grenzen setzen und in Beziehungen präsent bleiben, ohne sich dabei dauernd klein zu machen. Wenn Sie sich häufig minderwertig fühlen, sich stark anpassen, schwer „Nein“ sagen oder sich über Leistung und Anerkennung definieren, lohnt sich ein genauer Blick – nicht auf „falsches Verhalten“, sondern auf das Muster dahinter.
Selbstwert vs. Selbstvertrauen – warum der Unterschied zählt
Selbstvertrauen heißt: „Ich traue mir etwas zu.“
Selbstwert heißt: „Ich bin in Ordnung – auch wenn ich Fehler mache, scheitere oder andere mich kritisieren.“
Viele Menschen haben im Job oder nach außen viel Selbstvertrauen – und innerlich trotzdem einen wackligen Selbstwert. Dann wird das Leben anstrengend: Man bleibt leistungsfähig, aber es kostet innerlich viel. Wenn Sie unsicher sind, welcher Rahmen zu Ihnen passt, finden Sie hier Orientierung: Psychotherapie oder Persönlichkeitsentwicklung.
Woran Sie merken, dass Selbstwert Ihr Thema ist
- Innerer Druck und strenge Regeln: „Nicht gut genug“, „Ich müsste mehr“, „Ich darf niemanden enttäuschen“.
- Sie passen sich übermäßig an Erwartungen an (Familie, Partnerschaft, Team, Vorgesetzte).
- Entscheidungen kosten viel Energie – aus Angst, etwas „falsch“ zu machen.
- Sie spüren Bedürfnisse zwar, äußern sie aber selten klar oder fühlen dabei Schuld/Scham.
So starten wir
- Erstgespräch: Wir sortieren Ihr Anliegen, klären Ziele und den nächsten stimmigen Schritt.
- Rahmen: Frequenz und Vorgehen wählen wir gemeinsam passend zu Ihrer Situation.
- Organisatorisches: Details zu Honorar, Terminvereinbarung und Rahmenbedingungen finden Sie unter Ablauf & Kosten.
- Online‑Psychotherapie: Bei Bedarf auch als Videositzung.
Psychotherapie bei geringem Selbstwert in Salzburg
Geringer Selbstwert zeigt sich selten nur als „Gedanke“. Oft steckt ein ganzes Muster dahinter: Selbstkritik, Anpassung, hoher Anspruch – und das Gefühl, nur dann sicher zu sein, wenn Sie leisten oder „alles richtig“ machen. In der Psychotherapie geht es darum, dieses Muster verstehbar zu machen und Schritt für Schritt zu verändern: damit Sie sich innerlich stabiler führen, klarer Grenzen setzen und in Beziehungen präsenter bleiben können – ohne sich dauernd zu verlieren.
Woran wir in der Arbeit häufig arbeiten:
- den inneren Kritiker entkräften – ohne „positiv denken“-Druck
- Grenzen setzen und Bedürfnisse äußern, ohne Schuld/Scham
- Perfektionismus und übermäßiges Anpassen (People‑Pleasing) reduzieren
- Selbstwert unabhängiger von Leistung und Anerkennung stabilisieren
- Beziehungsmuster klären (Nähe/Distanz, Konfliktvermeidung, Angst vor Ablehnung)
Wenn Sie merken, dass Selbstkritik und Anpassung Ihr Leben enger machen: Nutzen Sie die kurze telefonische Orientierung oder fragen Sie ein Erstgespräch an.
Was hinter geringem Selbstwert oft steckt
Geringer Selbstwert ist selten „einfach da“. Häufig ist er die logische Folge von Erfahrungen, in denen Sie gelernt haben: „So wie ich bin, reicht es nicht“ – oder „Zugehörigkeit gibt es nur gegen Anpassung“. Das ist keine Schuldfrage, sondern eine Spur.
- Frühe Beziehungserfahrungen: viel Kritik, wenig Resonanz, unklare Nähe/Distanz, hoher Anspruch.
- Übernahme von Rollen: früh Verantwortung tragen, „stark sein“, funktionieren müssen.
- Leistung als Sicherheitsstrategie: Anerkennung über Perfektionismus oder ständige Verfügbarkeit.
- Bindungs- und Beziehungsmuster: Angst vor Ablehnung, Konfliktvermeidung, Überanpassung.
- Belastende Ereignisse: Kränkungen, Trennungen, Mobbing, Überforderung – und das daraus entstehende Selbstbild.
Wie ich Sie dabei unterstütze
In meiner Arbeit (humanistische Psychotherapie / Existenzanalyse) geht es nicht darum, Ihnen „positive Sätze“ beizubringen. Wir arbeiten daran, dass Ihr Selbstbild innerlich tragfähiger wird – damit Sie im Alltag anders handeln können: klarer, freier, stimmiger. Mehr zu Haltung und Vorgehen finden Sie unter Arbeitsweise.
- Muster sichtbar machen: Wann kippen Sie in Selbstabwertung, Anpassung oder inneren Druck?
- Innere Überzeugungen prüfen: Welche „alten Regeln“ steuern Sie – und sind sie heute noch wahr oder hilfreich?
- Umgang mit dem inneren Kritiker: weniger Selbstangriff, mehr innere Klarheit und Selbstführung.
- Grenzen trainieren: Nein sagen, ohne Härte – und ohne danach in Schuld zu fallen.
- Bedürfnisse & Werte: wieder spüren, was Ihnen wichtig ist – und danach entscheiden.
- Beziehungsfähigkeit stärken: sich zeigen, ohne sich zu verlieren (auch bei Konflikten).
Wenn „Selbstwert“ nicht alleine kommt
Selbstwertthemen stehen häufig in Verbindung mit anderen Belastungen. Vielleicht erkennen Sie sich auch hier wieder:
Vertiefung: Ratgeber zu Selbstwert & Grenzen
Klar und konkret: Antworten auf häufige Fragen – mit einem nächsten sinnvollen Schritt.
Sie leisten viel, bekommen Lob und fühlen sich trotzdem nicht sicher. Statt Stolz bleibt die Angst, irgendwann aufzufliegen oder den eigenen Erfolg nicht halten zu können. Genau so zeigt sich das Impostor-Syndrom, auch Hochstapler-Syndrom genannt, bei vielen Menschen: mehr Selbstzweifel, mehr Übervorbereitung, weniger innere Ruhe. Dieser Ratgeber zeigt, woran Sie das Muster erkennen, warum Anerkennung nicht ankommt und wie Sie aus dem ständigen Beweisen aussteigen.
Impostor Syndrom verstehen
Scham fühlt sich oft an wie ein Urteil über die eigene Person – und harte Selbstkritik wirkt dann wie ein innerer Dauerdruck. Der Ratgeber ordnet Scham vs. Schuld ein, zeigt typische Schutzstrategien (Rückzug, Überleistung, Perfektionismus) und erklärt, warum Nähe und Grenzen in Beziehungen Scham besonders triggern können.
Scham verstehen & inneren Kritiker beruhigen
Innere Antreiber und Perfektionismus fühlen sich oft an wie ein permanentes „Ich muss“ – besonders unter Stress. Dieser Ratgeber zeigt typische Antreiber-Sätze, erklärt das Muster dahinter und die Verbindung zu Erschöpfung, Burnout und Selbstwert. Sie bekommen erste, machbare Schritte, um Druck zu reduzieren, ohne Leistung nur durch Selbstüberforderung zu erkaufen.
Perfektionismus verstehen & Druck reduzieren
Schuldgefühle beim Nein-Sagen sind normal – oft steckt dahinter Angst vor Ablehnung oder ein altes „Ich muss verfügbar sein“-Muster. Dieser Ratgeber gibt 7 klare Formulierungen, zeigt typische Rückfallmuster und erklärt, wie Sie bei Konflikten stabil bleiben, ohne Drama.
Nein Sagen Lernen & Grenzen setzen
Alle Artikel zu Selbstwert & Grenzen
Mini‑FAQ zum Selbstwert
Kann man Selbstwert „trainieren“ – oder muss ich alles aufarbeiten?
Beides greift zu kurz. Wir brauchen Verständnis für das Muster (woher es kommt und wodurch es sich hält) und konkrete Schritte, die im Alltag wirken (Grenzen, Selbstführung, neue Beziehungserfahrungen). Der Prozess wird dadurch spürbar – nicht nur „einsichtig“.
Warum fühle ich mich beim Grenzen setzen egoistisch – und was hilft?
Dieses „schlechte Gewissen“ ist oft kein Zeichen, dass Sie etwas Falsches tun, sondern dass ein altes Anpassungsmuster anspringt: „Wenn ich Bedürfnisse habe oder Nein sage, verliere ich Zugehörigkeit/Liebe/Anerkennung.“ Grenzen setzen bedeutet dann emotional Risiko – auch wenn es sachlich völlig legitim ist.
Was meist hilft:
- Grenzen klein und konkret üben: kurze Neins, klare Zeitfenster, Ich‑Sätze.
- Schuld/Unruhe einordnen: nicht als Stoppsignal, sondern als Übergangsgefühl, wenn ein altes Muster anspringt.
- Innere Regeln prüfen: Welche Forderung („ich darf nicht enttäuschen“) steuert – und was heute stimmiger wäre.
In der therapeutischen Arbeit geht es darum, dass diese Schritte nicht nur „richtig“ sind, sondern sich innerlich tragbar anfühlen – ohne dass Sie hart werden müssen, um klar zu bleiben.
Wie lange dauert es, bis ich Veränderungen merke?
Das ist individuell. Viele Menschen erleben relativ früh Erleichterung, wenn Selbstkritik und innere Antreiber klarer werden und erste Grenzen gelingen. Tragfähiger Selbstwert entsteht jedoch meist über wiederholte neue Erfahrungen – in Beziehungen, im Handeln und im Umgang mit sich selbst.
Was passt zu mir: Psychotherapie oder Persönlichkeitsentwicklung?
Wenn Leidensdruck, Symptome oder deutliche Einschränkungen im Vordergrund stehen, ist Psychotherapie der passende Rahmen. Wenn Sie primär entwicklungsorientiert arbeiten möchten (Muster, Werte, Grenzen – ohne starke Symptomatik), kann Persönlichkeitsentwicklung sinnvoll sein.
Wie läuft der Start ab?
Organisatorisches zu Terminvereinbarung, Frequenz, Honorar und Rahmenbedingungen finden Sie unter Ablauf & Kosten.
Nächster Schritt
Wenn Sie merken, dass Selbstkritik, Anpassung oder Unsicherheit Ihr Leben enger machen: Ein Erstgespräch hilft, das Thema zu sortieren und einen stimmigen nächsten Schritt zu klären.
Hinweis: Wenn Sie sich in einer akuten Krise oder Gefahr erleben, wenden Sie sich bitte an den Notruf oder eine psychiatrische Notfallambulanz.