Psychotherapie im Alltag
Zwischen den Terminen
Jetzt persönliche Hilfe findenZwischen den Gesprächen kann manches nachwirken. Wählen Sie, was Sie gerade beschäftigt – hier finden Sie eine kurze Anregung oder direkt erreichbare Unterstützung.
Was beschäftigt Sie gerade?
Mir wird gerade alles zu viel.
Ein kleiner nächster Schritt genügt.
- Kurz unterbrechen. Unterbrechen Sie für einen Moment, was Sie gerade tun. Suchen Sie, wenn möglich, einen ruhigeren Platz.
- Sich umschauen. Wenn es angenehm ist, benennen Sie einige Dinge, die Sie sehen. Spüren Sie den Kontakt Ihrer Füße zum Boden oder Ihres Rückens zum Sessel. Lassen Sie den Atem in seinem eigenen Rhythmus.
- Eine Entlastung wählen. Was würde Ihnen für die nächsten Minuten helfen? Eine Aufgabe verschieben, etwas trinken oder einen vertrauten Menschen anrufen?
Wenn die Aufmerksamkeit auf Ihren Körper unangenehm wird, lassen Sie diesen Teil weg. Brechen Sie eine Übung ab, wenn sie Ihre Belastung verstärkt. Sie müssen damit keine bestimmte Wirkung erreichen.
Nach der Sitzung arbeitet vieles in mir weiter.
Sie müssen das Gespräch heute nicht zu Ende führen.
Vielleicht sind Sie müde, bewegt oder voller Fragen. Lassen Sie zunächst offen, was noch keine Antwort hat. Gönnen Sie sich, wenn möglich, einen ruhigen Übergang in den Alltag – etwa mit einer vertrauten Tätigkeit oder einem kurzen Spaziergang.
Wenn Sie einen Gedanken festhalten möchten, genügt ein Satz:
„Das möchte ich beim nächsten Mal noch einmal ansprechen.“
Wenn Sie nach Sitzungen wiederholt stark belastet sind oder die Belastung anhält oder zunimmt, sprechen Sie dies zeitnah an. Eine Verschlechterung sollte nicht einfach als notwendiger Teil der Therapie hingenommen werden. Gemeinsam lässt sich klären, ob Tempo oder Vorgehen angepasst werden müssen.
Arbeitsblatt zur Nachreflexion ansehenIch komme immer wieder an denselben Punkt.
Nehmen Sie eine konkrete Situation mit ins nächste Gespräch.
Vielleicht haben Sie etwas verstanden und reagieren trotzdem wie bisher. Eine einzelne Situation sagt noch wenig über den gesamten Therapieverlauf aus. Wenn Sie möchten, notieren Sie ein paar Stichworte:
- Was ist passiert und was habe ich dabei bemerkt?
- Was hätte ich in diesem Moment gebraucht?
- Gab es etwas, das diesmal auch nur ein wenig anders war?
Sie müssen daraus keine Erklärung ableiten und kein tägliches Protokoll führen. Wenn Sie über längere Zeit keine hilfreiche Veränderung wahrnehmen, bringen Sie auch das zur Sprache:
„Ich möchte mit Ihnen schauen, was mir bisher hilft und was wir verändern sollten.“Gedanken für den nächsten Termin festhalten
Ich traue mich nicht, etwas in der Therapie anzusprechen.
Sie müssen noch nicht die richtigen Worte finden.
Auch Scham, Zweifel oder etwas zwischen Ihnen und mir haben im Gespräch Platz. Ein Anfang könnte sein:
- „Da ist etwas, das ich sagen möchte. Ich weiß noch nicht, wie.“
- „Bei unserem letzten Gespräch habe ich mich nicht verstanden gefühlt.“
- „Das geht mir zu schnell. Ich möchte langsamer vorgehen.“
- „Ich bin unsicher, ob mir unsere Gespräche gerade helfen.“
Sie können einen Satz aufschreiben und im Termin vorlesen oder zeigen. Sie entscheiden, wie viel Sie erzählen möchten. Wenn Ihre Grenzen nicht respektiert werden oder Sie sich wiederholt abgewertet fühlen, können Sie sich auch unabhängig beraten lassen und einen Wechsel erwägen.
Woran Sie eine gute therapeutische Passung erkennenEs geht mir deutlich schlechter.
Warten Sie mit Unterstützung nicht bis zum nächsten Termin.
Wenn Ihre Belastung deutlich zunimmt, Sie kaum schlafen oder Ihren Alltag zunehmend nicht mehr bewältigen können, suchen Sie zeitnah persönliche Unterstützung. Wenden Sie sich an Ihre Therapeutin, Ihren Therapeuten oder Ihre Hausarztpraxis.
Bei Suizidgedanken oder wenn Sie unsicher sind, ob Sie sicher bleiben können, holen Sie sich jetzt Unterstützung. Bei unmittelbarer Gefahr oder wenn Sie befürchten, sich oder jemand anderem unmittelbar etwas anzutun, rufen Sie 144. Bitten Sie nach Möglichkeit eine vertraute Person, bei Ihnen zu bleiben, bis Hilfe da ist.
Direkt erreichbare Hilfe ansehenDie Anregungen ergänzen Ihre persönliche Behandlung. Wenn Sie für schwierige Situationen bereits etwas mit Ihrer Therapeutin oder Ihrem Therapeuten vereinbart haben, orientieren Sie sich daran.
Wenn Sie jetzt jemanden brauchen
Direkt erreichbare Hilfe in Österreich
Bei unmittelbarer Gefahr oder einem medizinischen Notfall rufen Sie die Rettung unter 144. Für ein Gespräch in einer Krise sind auch die folgenden Stellen rund um die Uhr erreichbar.
Kontakt zur Praxis
Wenn Sie vor dem nächsten Termin etwas besprechen möchten, können Sie mich anrufen oder mir eine E-Mail schreiben. Wenn ich in einer Sitzung bin, hinterlassen Sie bitte eine kurze Nachricht mit Ihrem Namen und Ihrer Rückrufnummer. Ich melde mich in der Regel innerhalb eines Werktags zurück.
Meine Praxis bietet keine Akutversorgung. Wenn Sie sofort Unterstützung benötigen, warten Sie bitte nicht auf eine Antwort der Praxis. Nutzen Sie die oben genannten Hilfsangebote.
Was Sie mitnehmen möchten
Vielleicht ist ein Gedanke entstanden, den Sie im nächsten Gespräch aufgreifen möchten. Ein kurzer Satz genügt. Ebenso können Sie die Seite schließen und es für heute dabei belassen.