Drei Gedanken in Beziehung

Was keinen Beweis braucht

Wie leicht kann das eigene Leben zu etwas werden, das gelingen, überzeugen oder ein bestimmtes Bild ergeben soll. Diese drei Gedanken wenden den Blick auf das, was sich solchen Maßstäben entzieht.

Im Mittelpunkt stehen ein Selbst, das kein Kunstwerk sein muss, ein Dasein ohne Warum und die stille Bedeutung dessen, was Menschen füreinander sind.

Eine Konstellation aus drei Blicken

Was nicht vollendet werden muss

Ein halbfertiges Landschaftsbild hängt in einem schmalen Holzrahmen vor einer warm taupefarbenen Mineralwand; links ist die Landschaft ausgearbeitet, rechts bleiben rohe Leinwand, Kohlelinien und eine dünne Untermalung sichtbar.

Nicht unser Kunstwerk

Lou Andreas-Salomé

„Wir sind nicht
unser Kunstwerk.“

Lou Andreas-Salomé
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Was einfach da sein darf

Eine einzelne blassrosa Wildrose an einem dornigen, leicht gebogenen Stiel vor einer stillen, unscharfen Wiesenlandschaft im Morgenlicht.

Die Rose ohne Warum

Angelus Silesius (Johannes Scheffler, 1624–1677)

Die Ros ist ohn warum; sie blühet, weil sie blühet,
Sie acht nicht ihrer selbst, fragt nicht, ob man sie siehet.

Angelus Silesius (Johannes Scheffler, 1624–1677)
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Was wir einander sein können

Zwei lange, halbtransparente Leinenbahnen hängen in einem hellen, mineralischen Raum; seitliches Sonnenlicht zeichnet weiche Schatten auf Stoff und Boden.

Was wir füreinander sind

Adalbert Stifter

„Das Beste aber,
was der Mensch
für einen andern
tun kann,
ist doch immer
das, was er
für ihn ist.“

Adalbert Stifter
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Im Zwischenraum

Vielleicht muss nicht alles an uns zu einem Ergebnis werden. Manches zeigt sich erst, wenn das Herstellen, Vergleichen und Beurteilen für einen Moment leiser wird – im eigenen Dasein und in der Gegenwart eines anderen Menschen.

Bildhinweis: Die Bildmotive dieser Reihe wurden mit generativer KI erstellt. Konzeption, Auswahl und redaktionelle Gestaltung: Mag.ᵃ Katharina Göbl.